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🇮🇪

Irland

IE · IRLWesteuropa (EU)Stand: 2026-06-30
Steuerfreundlich
4/5
Non-Dom Remittance-BasisKeine Frist, keine Gebühr12,5 % KörperschaftsteuerHohe Regelsätze (52-55 %)

Auf einen Blick

Spitzensteuersatz (ESt)20 % / 40 % (+ USC + PRSI, marginal bis ~52-55 %)
Körperschaftsteuer12,5 % (Handel) / 25 % (passiv)
Mehrwertsteuer23 %
Kapitalertragsteuer33 % (für Non-Doms: Auslandsgewinne nur bei Remittance)
VermögensteuerKeine
Erbschaftsteuer33 % (CAT)
SteuerjahrKalenderjahr
WährungEuro (EUR)

Mitgliedschaften in Staatenbünden

EUEuroparatEWR

Überblick

Irland bietet eines der großzügigsten verbliebenen Non-Dom-Regime weltweit: Wer in Irland ansässig, aber nicht dort domiziliert ist, versteuert Auslandseinkünfte nur, wenn sie nach Irland überwiesen werden (Remittance-Basis). Anders als das 2025 abgeschaffte UK-Regime gibt es keine zeitliche Befristung und keine Jahresgebühr. Der Haken: Irische Einkünfte werden mit hohen Regelsätzen besteuert.

Irland kombiniert ein attraktives Steuerregime für Zuzügler mit hohen Regelsätzen für Inlandseinkommen. Kern ist die Remittance-Basis für Non-Doms, dazu die berühmte Körperschaftsteuer von 12,5 Prozent auf Handelseinkünfte.

Steuerpflicht in Irland: unbeschränkt oder beschränkt?

Wann bist du in Irland unbeschränkt und wann nur beschränkt steuerpflichtig? Und welche Einkünfte musst du dort überhaupt versteuern? Maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit.

Ansässig bist du bei 183 Tagen im Jahr oder 280 Tagen über zwei Jahre. Entscheidend für die Steuerlast ist das Domicile: In Irland ansässige, aber nicht domizilierte Personen können die Remittance-Basis nutzen. Es gibt keine Deemed-Domicile-Regel wie früher im UK.

Ansässig bist du bei 183 Tagen im Jahr oder 280 Tagen über zwei Jahre. Entscheidend für die Steuerlast ist das Domicile: In Irland ansässige, aber nicht domizilierte Personen können die Remittance-Basis nutzen. Es gibt keine Deemed-Domicile-Regel wie früher im UK.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: 20 Prozent bis zur Standardgrenze (2026 rund 44.000 Euro ledig), 40 Prozent darüber. Hinzu kommen der USC (0,5-8 Prozent) und PRSI (4 Prozent). Die marginale Spitzenbelastung erreicht damit rund 52 Prozent (Arbeitnehmer) bis 55 Prozent (Selbständige über 100.000 Euro). Für Non-Doms gilt das aber nur auf irische und nach Irland überwiesene Einkünfte.

Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

Die Kapitalertragsteuer (CGT) beträgt 33 Prozent. Für Non-Doms gilt: Gewinne aus ausländischen Vermögenswerten sind nur steuerbar, soweit sie nach Irland überwiesen werden.

Krypto-Steuern

Krypto gilt als Vermögenswert: private Veräußerungsgewinne unterliegen der CGT (33 Prozent), für Non-Doms greift die Remittance-Basis.

Krypto-Steuern im Detail

Das vollständige Krypto-Steuer-Dossier auf kryptosteuern.info

Zum Krypto-Steuer-Dossier

Sonderregime für Zuzügler

Das zentrale Instrument ist die Non-Dom-Remittance-Basis (kostenlos, unbefristet). Daneben existiert das SARP (Special Assignee Relief Programme) für entsandte Fachkräfte. Ab 15 Jahren Ansässigkeit kann für sehr vermögende Non-Doms eine Pauschale von 200.000 Euro auf Welteinkommen über 1 Mio. Euro greifen.

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer beträgt 12,5 Prozent auf Handelseinkünfte und 25 Prozent auf passive Einkünfte. Für große multinationale Gruppen gilt die Pillar-Two-Mindeststeuer von 15 Prozent. Die Knowledge Development Box senkt qualifizierende IP-Einkünfte auf effektiv 6,25 Prozent.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer liegt bei 23 Prozent (ermäßigte Sätze 13,5 Prozent und 9 Prozent).

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Die Capital Acquisitions Tax (CAT) beträgt 33 Prozent. Für Non-Doms sind ausländische Vermögenswerte nur erfasst, wenn Schenker oder Empfänger in Irland ansässig oder domiziliert ist.

Vermögensteuer

Eine Vermögensteuer gibt es nicht, lediglich eine kommunale Grundsteuer (LPT).

Sozialversicherung

PRSI (4 Prozent) und USC (0,5-8 Prozent) auf Erwerbseinkommen.

Doppelbesteuerungsabkommen

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Steuertransparenz und Compliance

CRS (Common Reporting Standard)
Teilnehmer seit 2016
CARF (Krypto-Meldepflicht)
Ab 2026 (DAC8), erste Meldungen ab 2026
FATCA
Model-1-IGA seit 2013
FATF-Liste
Keine Liste
EU-Liste nicht-kooperativer Länder
EU-Mitglied
Pillar Two / Globale Mindeststeuer
Umgesetzt (15 % für große MNE) ab 2024
Wirtschaftliche Substanz
Wirtschaftliche Substanz erforderlich
Transparenzregister
Vorhanden (RBO)
Sanktionen
EU-Sanktionsregime

Stand der Compliance-Daten: 2026

Weiterführende Ressourcen

Mehr zum nicht-steuerlichen Teil eines Umzugs findest du im Länderguide zu Irland auf Wohnsitz Ausland.

Beim Wegzug aus Deutschland sind die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG und die Entstrickungsbesteuerung zu beachten.

Länderguide Irland auf Wohnsitz Ausland

Lebenshaltungskosten, Schulen, Formalitäten und mehr

Häufige Fragen zur Steuerpflicht

Welches Einkommen muss man in Irland versteuern?

Ansässige versteuern ihr Einkommen in Irland. Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: **20 Prozent** bis zur Standardgrenze (2026 rund 44.000 Euro ledig), **40 Prozent** darüber. Hinzu kommen der **USC** (0,5-8 Prozent) und **PRSI** (4 Prozent). Die marginale Spitzenbelastung erreicht damit rund **52 Prozent** (Arbeitnehmer) bis **55 Prozent** (Selbständige über 100.000 Euro). Für Non-Doms gilt das aber nur auf irische und nach Irland überwiesene Einkünfte.

Wann gilt in Irland nur eine beschränkte Steuerpflicht?

Wer nicht steuerlich ansässig ist, ist nur beschränkt steuerpflichtig und zahlt Steuer ausschließlich auf Einkünfte aus lokaler Quelle. Ausländische Einkünfte bleiben außen vor.

Welches Einkommen muss man in Irland versteuern?

Ansässige versteuern ihr weltweites Einkommen. Die Einkommensteuer hat zwei Sätze: 20 Prozent bis zur Standardgrenze (2026 rund 44.000 Euro ledig), 40 Prozent darüber. Hinzu kommen der USC (0,5-8 Prozent) und PRSI (4 Prozent). Die marginale.

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